Psychische Beschwerden: egal ob Nachtschicht, Wechselschichtdienst oder unregelmäßige Arbeitszeiten, die Schichtarbeit bringt keinen Alltag und keine wirkliche Regelmäßigkeit in das Leben der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Das schwerwiegende Problem bei der Schichtarbeit ist jedoch die physische und psychische Gesundheit. Laut des schwedischen Professors Lennart Levi, der im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation umfangreiche Untersuchungen anstellte, führt Schichtarbeit zu physischen und psychischen Beschwerden.

Schichtarbeit schlägt wortwörtlich auf den Magen und löst bei jedem dritten Schichtarbeiter Magenprobleme aus, was bis zu Magengeschwüren führen kann. Es scheint wie ein ewiger Teufelskreis, denn wer in der Nacht arbeitet schläft durchschnittlich nur 5 Stunden tagsüber. Dies führt zu dauerhaftem Schlafmangel und mindert die Leistungsfähigkeit, was wiederum Stress fördert. Schlafmangel soll außerdem den Blutzuckerspiegel erhöhen und dadurch das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes steigern. Weitere körperliche Faktoren die beeinträchtigt werden sind beispielsweise der Stoffwechsel, das Essverhalten sowie das Herz-Kreislauf-System. Die Psyche ist mindestens genauso schlimm betroffen wie der Körper. 64 Prozent der Schichtarbeiter sind von nervösen Störungen betroffen, wo hingegen die Prozentzahl bei den Tagarbeitern bei 25 Prozent liegt. Dazu kommen oft auch Depressionen.

Durch die Schichtarbeit kommt es zu einem sozialen Ausschluss. Schichtarbeitern ist es nicht mehr möglich, sich aktiv in die Gesellschaft mit einzubringen. Sie sind nicht in der Lage, gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Kirchen, Parteien oder Bildungseinrichtungen regelmäßig zu besuchen. Da die Zahl der Schichtarbeiter jedoch eher steigt statt sinkt ist es wichtig, die Lebensqualität der Arbeiter im Schichtdienst zu steigern und Programme anzubieten, die Gesundheit und Psyche fördern.

Informationen über ein Betriebliches Gesundheitsmanagement erhalten Sie auf www.MEDISinn.de.