Auch im Urlaub haben viele Arbeitnehmer – zumeist Führungskräfte – das Diensthandy dabei. Es ist jedoch erwiesen, dass eine ständige Erreichbarkeit krank machen kann. Während der Rest ihrer Familie den Urlaub genießt, führen sie selbst geschäftliche Telefongespräche oder bearbeiten E-Mails.

Teilweise wird sogar der Urlaub unterbrochen oder frühzeitig verkürzt. Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitcom hat ergeben, dass sich zumeist Kollegen während des Urlaubs melden (ca. 63%), gefolgt von Kunden (ca. 23%) und Vorgesetzten (ca. 19%).

Diese dauerhafte Erreichbarkeit stört nicht nur den Urlaub, sondern bringt auch gesundheitliche Risiken mit sich. Die Beteiligten können schlecht abschalten und beschäftigen sich auch nach Feierabend bzw. in ihrem Urlaub mit beruflichen Themen. Wenn die Ruhephasen immer kürzer und geringer werden, dann können diese dauerhaften psychischen Belastungen zu Krankheiten führen. Aktuelle Zahlen belegen, dass die Krankheitstage aufgrund psychischer Belastungen drastisch zugenommen haben.

Die Lösung können verbindliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein. Im gesetzlich geregelten Urlaub kann kein Unternehmen eine Erreichbarkeit seiner Mitarbeiter verlangen, die meisten Unternehmen wollen das auch gar nicht. Mit konkreten Absprachen und Regelungen sowie einer gut geplanten Urlaubsvertretung lassen sich die meisten Störungen während des Urlaubs weitestgehend und im besten Fall sogar komplett vermeiden. Eine gute interne Planung führt somit zu einer effektiven Reduzierung psychischer Belastungen während der Urlaubszeit.

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