Die Durchführung der Psychischen Gefährdungsbeurteilung (PGB) ist laut § 5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArSchG) für alle Unternehmen – unabhängig von der Mitarbeiteranzahl – gesetzlich vorgeschrieben.

Verantwortlich für die Durchführung der PGB ist dabei generell der Arbeitgeber. Im Bestfall sollte er jedoch fachkundige Personen – z.B. Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte – mit der Durchführung beauftragen (§ 13 (2) ArbschG).

Ziel bei der Beurteilung psychischer Belastungen ist die Identifikation von psychischen Belastungen im Unternehmen und die damit verbundene Maßnahmeninitiative zur Reduktion psychischer Belastungen/Stressoren.

Die Methodik der Psychischen Gefährdungsbeurteilung ist vom Gesetzgeber nicht konkret vorgeschrieben. Empfehlenswert ist dabei jedoch ein anonymisiertes Online-Verfahren.

Vorteile sind neben der Einhaltung des Datenschutzes auch die schnelle und unkomplizierte Abwicklung.

Zu beachten ist zudem, dass der Betriebsrat bzw. der Personalrat bei der Organisation und Durchführung der PGB Mitbestimmungsrechte haben. Nur nach Rücksprache und Abstimmung aller beteiligten und benötigten Gruppen können eine gute Teilnahme-Quote und somit valide Ergebnisse erzielt werden. Auch die anschließende Implementierung von Maßnahmen sowie eine spätere Reevaluierung stehen und fallen mit dem Engagement der Anspruchsgruppen.