Pendeln – Wenn der Stress schon vor der Arbeit beginnt

Morgens um sechs Uhr auf die Autobahn oder in den Zug, abends erst zwei Stunden nach dem Verlassen der Arbeit nach Hause kommen, für fast 60 Prozent aller Arbeitnehmer das tägliche Brot – ein neuer Rekordwert.

Die rund 18,4 Millionen Betroffenen sind meist Arbeitnehmer mit guten Jobs, doch die Nachteile liegen auf der Hand: Nerviger Verkehr, Staus und Verspätungen erzeugen Stress schon vor der Arbeit, es gibt weniger Zeit für Familie, Freunde und Freizeit und vor allem auch mehr und mehr Verkehr auf den Straßen und überlastete öffentliche Verkehrsmittel.

Sich in zu vollen Bahnen mit den Mitpendlern Körper an Körper drängen, auf den Stadtstraßen immer nur schleichend vorwärtskommen oder mal wieder von einem Bahnausfall betroffen zu sein, macht einen schon auf dem Weg in die Arbeit schlechte Laune und erzeugt somit Stress. Dies empfinden rund 40 Prozent der Pendler, welche eine Fahrzeit von einer Stunde und mehr auf sich nehmen.

Wie soll man sich dann direkt an die Arbeit machen und voll konzentriert seinen Tätigkeiten nachgehen?
Ein wirkliches Rezept gegen Pendlerstress gibt es leider noch nicht, doch in der Politik verspricht man Lösungen. Die Volksparteien CDU/CSU und SPD versprechen in ihren Wahlprogrammen wortgleich, den öffentlichen Nahverkehr «noch attraktiver» zu machen. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat eine Förderung von Betrieben für umwelt- und arbeitnehmerfreundliche Arbeitswege angeregt – etwa durch Fahrgemeinschaften in Autos, durch Jobtickets, mehr Fahrradstellplätze und Homeoffice-Angebote.

Auf Unternehmensebene ist die Psychische Gefährdungsbeurteilung mit PGB.online eine Möglichkeit, die Auswirkungen von Stress der pendelnden Mitarbeiter messbar zu machen. Ist Stress auch hier ein belastender Faktor, können durch gezielte Maßnahmen im Zeit- und Arbeitsplatzmanagement Lösungen zur Stressreduktion abgeleitet werden.
Auch jeder Einzelne kann den Stress, der durch das Pendeln entsteht, abbauen. In der Freizeit einfach mal auf das Auto verzichten und mit dem Fahrrad fahren, reduziert den Stress, der unter der Woche entsteht, und hält dazu auch noch fit.

Stau