Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf einen neuen Höchststand angestiegen. Er betrug 4,4% und liegt damit höher als in den vergangenen Jahren, wie aus einer aktuellen Studie der DAK-Gesundheit hervorgeht.

Eine Erkrankung dauerte im Schnitt 12,3 Tage und somit länger als noch im Vorjahr (11,7 Tage). Vor allem der Anstieg um 13% bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Leiden und Muskel-Skelett-Erkrankungen ist für diesen Anstieg verantwortlich.

Auffälligster Anstieg bei den 3 häufigsten Krankheitsarten ist der Anstieg bei Erkrankungen bedingt durch psychische Belastungen. Die Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 16% im ersten Halbjahr 2016 erhöht. Eine weitere negative Entwicklung ist die durchschnittliche Krankheitsdauer bei den Erkrankungen durch psychische Belastungen. Diese lag bei durchschnittlich 35 Tagen und somit erstmals höher als die Krankheitsdauer bei Krebsleiden (32 Tage).

Alle Angaben beruhen auf einer aktuellen Krankenstands-Analyse des Berliner IGES Institut, bei der die Daten von 2,6 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten für das erste Halbjahr 2016 ausgewertet wurden.