MEDISinn

Handlungsbedarf bei psychischen Fehlbelastungen deutlich belegt

Defizite im Pflegesektor von politischer Bedeutung

Im Wahlkampf und in den Koalitionsverhandlungen standen vor allem die Arbeitsbedingungen in der Pflege im Fokus, denn in unserer Gesellschaft wird dieser Sektor immer wichtiger. Doch fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, zu hoher Druck und zu große Arbeitsintensität bei den Beschäftigten in der Pflege führen zu einem Fachkräfterückgang und -mangel. Die Ergebnisse des diesjährigen DGB-Index Gute Arbeit belegen wieder, dass die Defizite im Arbeitsschutz nicht länger unbeachtet bleiben können.
Die vielfältigen Defizite zeigen, dass in der nächsten Legislaturperiode gehandelt werden muss.
So sind viele staatliche Arbeitsschutzbehörden personell unterbesetzt, sinnvolle Handlungsempfehlungen des Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzes bleiben ungeachtet und die psychische Gefährdungsbeurteilung wird nicht oder nicht ausreichend umgesetzt.

Doch es ist nicht nur Aufgabe der Politik Änderungen anzutreiben, jedes Unternehmen, jede Einrichtung und auch jeder Arbeitnehmer kann etwas gegen psychische Belastungen am Arbeitsplatz unternehmen.

Seit der gemeinsamen Erklärung zwischen DGB, BDA und Bundesministerium zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt, hat sich schon einiges getan, doch um die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern muss mehr Verbindlichkeit geschaffen werden. 
So ist es gesetzliche Pflicht eine Psychische Gefährdungsbeurteilung durchzuführen um Belastungen in Unternehmen aufdecken zu können und einen Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen zu gehen.

Mehr zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung unter www.pgb.online