Ausgebloggt

Bloggen bis zum digitalen Burnout

Blogger haben ein tolles Leben. Sie gehen immer schön essen, leben gesund, tragen die neusten Trends und sehen immer gut aus. Diesen Eindruck bekommen wir, wenn wir uns die zahlreichen Bilder der Blogger in den sozialen Netzwerken anschauen. Ist das wirklich die Realität? Wohl eher kaum. Bloggen ist inzwischen zu einem richtigen Beruf geworden. Viele Blogger haben Verträge mit Firmen um deren Ware zu vermarkten. Sie bekommen die Produkte geschenkt oder ausgeliehen und müssen diese auf einem Bild oder Video schön präsentieren. Sie sind viel am Reisen und teilen täglich ihre Schritte mit ihren Followern. Die meisten Blogger sind noch sehr jung. Manche leben so gut vom bloggen, dass sie nichts Anderes mehr machen müssen. Aber wann hat es sich ausgebloggt? Die Konkurrenz ist groß und der Druck interessant zu bleiben hoch.
Was kommt nach einem Leben als Blogger und wie kommt ein Blogger damit klar, sich irgendwann nichtmehr stündlich tausenden von Fans mitteilen zu können? Da das Bloggen eine noch sehr neue Erscheinung des Arbeitens ist, weiß auch noch niemand was die derzeitig erfolgreichen Blogger nach ihrer Karriere machen. Was ist, wenn ein Burn-out die Folge von ständigem Bloggen ist? Immer auf der Suche nach dem perfekten Bild ist irgendwann ermüdend. Sie geben viel ihrer Privatsphäre auf um als Blogger erfolgreich zu sein. Hält man das auf Dauer aus? Auch Blogger brauchen ihre Pausen, doch kann man das bloggen kaum vom privaten Leben trennen. Wenn es sich irgendwann ausgebloggt hat, wird es den meisten Bloggern schwer fallen in ein „normales“ Leben zurückzukommen.
Doch betrifft diese Art des digitalen Burnouts nicht nur die Blogger. Es kann Jeden betreffen, der viel an seinem Smartphone oder ständig online unterwegs ist. Es ist wie eine Sucht. Ständig nimmt man das Smartphone wieder in die Hand, schaut auf die Sozialen Netzwerke ob es etwas Neues gibt oder um die Fotos von anderen Nutzern anzusehen. Es ist ein ständiger Vergleich. So schaffen viele verschönte Versionen ihres Lebens, denn auf den Bildern muss immer alles toll aussehen. Wir bekommen den Eindruck, dass es alle anderen schöner haben als wir selbst. Es handelt sich dabei allerdings nicht um die Realität. Jeder von uns hat seine Schwächen und schlechten Tage, nur sehen wir davon Nichts in der perfekt gestylten Welt des Social Media.